Petuelpark bei Sonnenuntergang

Ab und zu ringe ich mir einen Künstlertreff à la Julia Cameron: Der Künstlerweg ab. Mit den Morgenseiten bin ich wesentlich konsequenter. Dabei sind Künstlertreffs eigentlich immer süß und bringen tatsächlich neue Einsichten:

  • Schreibblock mitnehmen um Ideen aufzuschreiben
  • Sonnenuntergänge sind ein interessantes Motiv wegen der Farben und der Hell-Dunkel-Verteilung.
  • Beleuchtete Bäume sind nachts hell.
  • Ölmalen?
  • Wäre es gut, Bilder in der Technik „trockener Pinsel in Öl auf Aquarellpapier“ nachträglich mit Aquarellfarbe zu übermalen? (siehe Engel auf Grab)
  • Nach einem Künstlertreff fühle ich mich ruhig und entspannt. -> Yoga-Ersatz?

Hier die Ausbeute in der Reihenfolge ihres Entstehens. Technik: Aquarell und schwarzer Inkpen, die ersten beiden nachträglich mit Fineliner überarbeitet. Das letzte Bild (Naß-in-Naß-Technik) ist deshalb so knallig, weil ich da vor Dunkelheit die Farben kaum noch sehen konnte.

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Nachtrag zu Sorolla

Endlich habe ich mal versucht, die Farbnotizen aus der Ausstellung in echte Farbskizzen zu verwandeln. Nach drei Wochen gar nicht mehr so leicht.
Wasserfarben auf Aquarellpapier, 8 x 10,5cm.

Sorolla_Aquarell

 

Malerei

Ein paar Gemälde von 2015 und 2014. Der spatzartige Vogel entstand nach der Ausstellung Georg Baselitz – Damals, dazwischen und heute. Haus der Kunst, München (2014/2015), quasi als Hommage.

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Engel auf Grab im Herbstlaub

Hier habe ich eine „neue“ Technik ausprobiert, die in der Sowjetunion entwickelt wurde, um große Propagandaplakate herzustellen. Ab Mitte der 1980er-Jahre haben die Straßen-Portraitmaler in Moskau sie benutzt. Seit einigen Jahren wird sie auch im Westen bekannt.

Eigentlich wurden so seit Jahrhunderten Ölbilder nachbearbeitet, nur eben auf Leinwand. Neu ist bei dieser Technik mit „trockenem“ Pinsel, dass man mit der Ölfarbe auf Aquarellpapier malt. Das Papier sollte mindestens eine Grammatur von 250 g haben, da es das Öl aufsaugen muss. Die Farbe wird zu gleichen Teilen mit Leinöl gemischt und sehr gut in den trockenen Pinsel eingerieben, dass er auf dem Papier keine Streifen oder Striche, sondern nur Schattierungen hinterlässt, die an verwischtes Graphit oder Kohle erinnern. Man arbeitet sich stufenweise von hell zu dunkel und kann die Farbe mit einem Radiergummi wieder vom Papier nehmen, um helle Stellen oder scharfe Kanten zu erzeugen.

Kennengelernt habe ich diese Technik über das Buch „Der trockene Pinsel“ von Nadja Sasch. In Youtube gibt es Videos dazu.

Grabengel