Weitere Ölvasen und ähnliches

Noch fühlen nicht alle Bilder der Serie fertig an (war ein ganzer Block, zehn Blatt leinwand-strukturiertes Papier). Aber hier die nächsten, die fertig sind. Auch die sind nur mit Ultramarin, Krapplack, Kadmiumgelb und Weiß.
Man sieht noch meine Versuche, die Farbe von mager nach fett aufzubauen, etwas das mir immer noch fremd ist nach Jahrzehnten Acrylmalerei. Dafür lässt sich das Öl gut verwischen, was eigentlich genau zu meinem Malstil passt. Auf Leinwand ging es mir allerdings mit Öl nicht so, da wirkt es zäh und widerspenstig.
Bei diesen Kleinen hat es sich echt meditativ angefühlt, Farbschicht um Farbschicht draufzuschrubben und zu tupfen.

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Kleine Ölvasen

Ich experimentiere immer noch auf Skillshare mit diversen Kunsttechniken. Dieses Mal war es Ölfarbe, die seit 20 Jahren in meinem Kunstkram rumfährt. Also ran an die Tuben!

Bildvorlage waren einige Skizzen von Gefäßen, die ich vor Jahren in Ölkreide und Edding gemacht habe. Keine Stilleben, sondern eher Charakterstudien. Erstaunlich finde ich, wie variabel sich die Farben mischen lassen, es waren nur Kadmiumgelb hell, Krapplack, Ultramarin dunkel und Deckweiß.

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Weitere Ölbilder auf Aquarellpapier

Die Bleistiftzeichnung der Propyläen am Königsplatz ist vor Ort entstanden – deutlich an der völlig verzerrten Perspektive zu erkennen 😉 Mit Öl überarbeitet habe ich es dann zwei Tage später.

Das „Drachenschwein im Meer“ ist eine Abwandlung einiger Felsen im Meer, die ich in einem Aquarellbuch über Drachen gefunden habe. Da der Kopf mich am Ende an einen Drachen erinnerte, habe ich ihm Augen, Nasenlöcher und Flügel verpasst… Voilá!

Auch hier wieder mit trockenem Pinsel auf Aquarellpapier, die hellen Stellen mit Radiergummi herausradiert.Drachenschwein_Öl   Propyläen_Öl

Engel auf Grab im Herbstlaub

Hier habe ich eine „neue“ Technik ausprobiert, die in der Sowjetunion entwickelt wurde, um große Propagandaplakate herzustellen. Ab Mitte der 1980er-Jahre haben die Straßen-Portraitmaler in Moskau sie benutzt. Seit einigen Jahren wird sie auch im Westen bekannt.

Eigentlich wurden so seit Jahrhunderten Ölbilder nachbearbeitet, nur eben auf Leinwand. Neu ist bei dieser Technik mit „trockenem“ Pinsel, dass man mit der Ölfarbe auf Aquarellpapier malt. Das Papier sollte mindestens eine Grammatur von 250 g haben, da es das Öl aufsaugen muss. Die Farbe wird zu gleichen Teilen mit Leinöl gemischt und sehr gut in den trockenen Pinsel eingerieben, dass er auf dem Papier keine Streifen oder Striche, sondern nur Schattierungen hinterlässt, die an verwischtes Graphit oder Kohle erinnern. Man arbeitet sich stufenweise von hell zu dunkel und kann die Farbe mit einem Radiergummi wieder vom Papier nehmen, um helle Stellen oder scharfe Kanten zu erzeugen.

Kennengelernt habe ich diese Technik über das Buch „Der trockene Pinsel“ von Nadja Sasch. In Youtube gibt es Videos dazu.

Grabengel