Inktober

Diesen Oktober habe ich mir einen Ruck gegeben und beschlossen, beim Inktober mitzumachen. Diese Zeichen-Challenge wurde 2009 von Jake Parker gegründet. Dieses Jahr hat er zum ersten Mal Prompts (Tagesthemen) herausgegeben, die ich allerdings erst gesehen habe, alss ich schon entscheiden hatte, Bäume zu zeichnen. Und da Prompts zur Zeit überhand nehmen (es gibt noch andere Listen), bin ich ganz froh, meine eigene Agenda zu haben.

Hatte mir eine Liste mit alten, interessanten und Lieblingsbäumen gemacht, aber wegen des kalten Wetters halte ich mich nur bedingt daran. Meist gehe ich in den Park und zeichne den ersten alten Baum, den ich erwische.
Hier eine Auswahl der ersten Woche (zum Vergrößern bitte anklicken):

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Petuelpark bei Sonnenuntergang

Ab und zu ringe ich mir einen Künstlertreff à la Julia Cameron: Der Künstlerweg ab. Mit den Morgenseiten bin ich wesentlich konsequenter. Dabei sind Künstlertreffs eigentlich immer süß und bringen tatsächlich neue Einsichten:

  • Schreibblock mitnehmen um Ideen aufzuschreiben
  • Sonnenuntergänge sind ein interessantes Motiv wegen der Farben und der Hell-Dunkel-Verteilung.
  • Beleuchtete Bäume sind nachts hell.
  • Ölmalen?
  • Wäre es gut, Bilder in der Technik „trockener Pinsel in Öl auf Aquarellpapier“ nachträglich mit Aquarellfarbe zu übermalen? (siehe Engel auf Grab)
  • Nach einem Künstlertreff fühle ich mich ruhig und entspannt. -> Yoga-Ersatz?

Hier die Ausbeute in der Reihenfolge ihres Entstehens. Technik: Aquarell und schwarzer Inkpen, die ersten beiden nachträglich mit Fineliner überarbeitet. Das letzte Bild (Naß-in-Naß-Technik) ist deshalb so knallig, weil ich da vor Dunkelheit die Farben kaum noch sehen konnte.

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Aquarell im Schatten

Gestern im Park auf einer schattigen Bank: Meine Versuche, die Grüntöne und Schatten in den Bäumen wiederzugeben und dabei den Aquarellcharakter nicht zu verlieren – nur einigermaßen erfolgreich.
Ich hätte gleich Lücken in den Baumstämmen lassen sollen, um da die Blattwolken reinzumalen. Vllt probiere ich es nochmal aus dem Kopf. Da ist es auch nicht so heiß wie im Park 😉

Engel auf Grab im Herbstlaub

Hier habe ich eine „neue“ Technik ausprobiert, die in der Sowjetunion entwickelt wurde, um große Propagandaplakate herzustellen. Ab Mitte der 1980er-Jahre haben die Straßen-Portraitmaler in Moskau sie benutzt. Seit einigen Jahren wird sie auch im Westen bekannt.

Eigentlich wurden so seit Jahrhunderten Ölbilder nachbearbeitet, nur eben auf Leinwand. Neu ist bei dieser Technik mit „trockenem“ Pinsel, dass man mit der Ölfarbe auf Aquarellpapier malt. Das Papier sollte mindestens eine Grammatur von 250 g haben, da es das Öl aufsaugen muss. Die Farbe wird zu gleichen Teilen mit Leinöl gemischt und sehr gut in den trockenen Pinsel eingerieben, dass er auf dem Papier keine Streifen oder Striche, sondern nur Schattierungen hinterlässt, die an verwischtes Graphit oder Kohle erinnern. Man arbeitet sich stufenweise von hell zu dunkel und kann die Farbe mit einem Radiergummi wieder vom Papier nehmen, um helle Stellen oder scharfe Kanten zu erzeugen.

Kennengelernt habe ich diese Technik über das Buch „Der trockene Pinsel“ von Nadja Sasch. In Youtube gibt es Videos dazu.

Grabengel

Spielerei mit Gimp

Eis betreten verboten Dia

Ich bearbeite fast alle Bilder wegen ihrer Fotoqualität nach. Meist beschneide ich sie, das Papier ist zu beige oder der Kontrast zu schlecht für den Bildschirm. In Gimp geht so etwas ja recht schnell mit Entsättigen und der Wertekorrektur im Menü Farben.

Manchmal spiele ich dabei auch mit künstlerischen oder dekorativen Filtern, etwa Fotokopie oder Altes Foto. Hier ein Beispiel anhand einer unfertigen Skizze von einem Münchner Badesee.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie anders eine Zeichnung dann wirkt.

Eis betreten verboten   Eis betreten verboten Fotokopie

Baumstudie

Vor einem Monat lag einige Tage ein großer abgebrochener Ast in den Maximilianshöhen neben seinem Baum. Jetzt, wo mein kleines Skizzenbuch voll ist und ich wieder zu dem größeren mit dem dickeren Papier gegriffen habe, habe ich diese Zeichnung wiederentdeckt.

Ast_abgebrochen

Studien zu Wasser

Immer wieder finde ich Licht und Wasser faszinierend – wie der Blick manchmal bis auf den Grund geht und die Sonne auf den moosbewachsenen Steinen spielt und dann wieder nur eine diffus silberweiße Himmelsreflexion auf der Oberfläche zu sehen ist. Meinen Versuch, das mit farbiger Kohle und Bleistift wiederzugeben, finde ich allerdings noch recht miserabel…

Isar_Steine